Nachdem ich bei der Tour de Ski aus gesundheitlichen Gründen nach der Hälfte abbrechen musste und es aus Kanada nicht all zu viel zu berichten gab, melde ich mich nun kurz von den Schlamm- und Wasserspielen aus Otepää. Der wieder klimawandelbedingte(?) warme Winter hat es dem OK hier nicht leicht gemacht. Zwar hatten sie genug Schnee vorproduziert um die Strecken zu präparieren, aber das Wetter der letzten Tage war nicht gerade günstig um hier dann letztendlich Wettkämpfe auf guten Pisten zu machen. Die Schneebedingen waren am Ende sehr grenzwertig und die Rennen hätten keine Stunde länger dauern dürfen, den es versank alles in Wasser und Schlamm.
Die Fahrt von Moskau nach Rybinsk war traditionell wieder feucht-fröhlich. 2 Kästen Bier und eine Flasche Wodka fanden ihren Weg.
In Rybinsk erwartete uns, wie befürchtet ein Hotel, das diese Bezeichnung mit Sicherheit zu unrecht trägt. Besonders das moderne Bad mit angenehmen Ambiente (siehe Fotos) erfreute all unsere Herzen. Das Wasser war leicht gelblich und hatte einen leichten Geschmack nach Eisen und Blei. Übrigens in das Loch unter der Badewanne, was zur Standardausstattung gehörte, haben wir erst nicht getraut reinzuschauen.
Das Bett war schön weich und man rollte garantiert immer wieder in die Mitte. Das Kissen waren etwa 5kg schwer, weil es mindestens 30 Jahre von fettigen Köpfen getränkt wurde und die Milben darin Party feiern. Federn findet man sicher nicht mehr darin. Man verspürte immer einen latenten Juckreiz. Die Zimmer verströmten den spröden Charme der 50er Jahre. Die Zimmer wurden kürzlich (angeblich) renoviert. Das hieß hier wohl einen neuen Fernseher und Kühlschrank reinzustellen. Ausserdem kam es vor, dass man morgens einen Anruf bekam und mit “Administration call, you have to go to breakfast!!!” zum Frühstück befohlen wurde. Das Essen bestand beim ersten Frühstück aus einer Schale Spachtelmasse mit Fett (sollte wohl Haferschleim sein), einer Scheibe Brot (für jeden) mit Knorpelwurst und sich wellenden Käse. Wir haben dann nicht mehr dort gegessen, weil es gereicht hat, wenn wir uns von außen verseucht haben.
Man stelle sich vor die Wende wäre nicht gekommen, dann sieht man hier wie es jetzt in der DDR aussehen würde.
Jedes FDGB Ferienwohnheim war ein Luxushotel gegen dieses Loch hier.
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Der Weg nach Kuusamo war sehr lang. Auf anfangs sehr glatten Straßen ging’s nicht wirklich gut voran. Nach gut 14 Stunden und knapp 1000km erreichten wir unseren Zwischenstopp Lyksele in Lappland. Am nächsten Tag waren es nochmal gut 750 km bis Kuusamo. Das Wetter war während der Fahrt glülicherweise stabil und am zweiten Tag schienen Mond und Sonne den ganzen Tag.
In Kuusamo sind die Temperaturen stetig unter Null (-4°C bis -9°C) und es liegen ca. 30cm Schnee. So konnten wir hier unsere Langlaufski auch wieder auspacken und die beleuchteten Loipen erkunden. Aus unserem geplanten Fussballmatch (die Revanche vom letzten Jahr) mit den Kollegen vom Skisprung ist leider nichts geworden, das es entweder keine passenden Hallenzeiten gab oder keine Zeit war.
Und noch ‘n paar ältere Fotos mit Winterimpressionen aus Kuusamo.
Panoramabilder:
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Am letzten Wochenende ist der Skilanglauf Weltcup wieder losgegangen. Wie immer beim Langlauf, startet die Saison schon im Herbst. Man schüttet einfach ein bißchen Schnee in eine Stadt und schon kanns losgehen. Aus deutscher Sicht war der Saisonauftakt sogar sehr erfolgreich. So wie es aussieht, gibts es bei den Männern einen neuen Sprintstar.
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Bis gestern war ich für 3 Tage in Montreux. Dort fand das ORIS Meeting für die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 statt. Bei solchen Meetings geht es um die Festlegung bzw. Anpassungen der Standards für Formate sämtlicher Outputs für alle Sportarten, d.h. Listen, Informationssysteme, Scoreboards usw., bei Olympischen Spielen. Ich war natürlich für den Langlauf da. Montreux bot dafür einen schönen Rahmen. Direkt am Genfer See umgeben von eine alpinen Bergwelt bei noch spätsommerlichen Temperaturen.
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Mit Falun haben wir nun unsere letzte Station der Wintersaison im Skilanglauf 06/07 erreicht. Auch wettermäßig ist der Winter vorbei, denn wir hatten beim abschliessenden Staffelrennen bis zu 15°C im Schatten (in der Sonne über 20°C). Man konnte sich wirklich fast im T-Shirt draussen hinstellen und die Rennen anschauen und den Frühling geniessen.
Eine lange Saison ist vorbei und alle freuen sich auf ein paar erholsame, arbeitsfreie Wochen zu Hause oder im Urlaub. Die Saison ist hier gestern auch noch mit einer kleinen Party ausgeklungen und einige Athleten haben sich ziemlich weggebeamt. Naja es war eh nur noch Staffel heute und es ging um nix mehr.
Das Langlaufteam hat die Saison und den letzten Tag bei einem guten Essen ausklingen lassen. Dabei waren auch 4 Jungs vom russischen Team und es war ein sehr amüsanter Abend.
Jetzt heisst es nur 1400 km nach Hause zufahren und ein paar wohlverdiente Wochen Urlaub zu machen.
PS: Der nächste Winter kommt bestimmt!!
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Von Oslo ging wieder zurück nach Stockholm, wo wir vor ein paar Tagen ja schon mal waren, als wir mit der Fähre aus Finnland gekommen sind. Hier fand der Royal Palace Sprint statt, ein Sprint rund um den Palast des schwedischen Königs. Leider war Stockholm hinsichtlich der Weltcups der absolute Tiefpunkt der Saison. Trotzdem das OK versprochen hatte, alles besser vorzubereiten als bei den letzten Malen, aber es war alles wieder sehr amateurhaft. Als Datenraum diente uns wieder mal eine entkernte Würstchenbude, wie schon desöfteren in Schweden.
Zu allem Übel kam es dann noch zum Supergau, denn kurz vor den Rennen wurde irgendwo, wir wissen leider nicht was es war, etwas angeschaltet, was ein grosses elektrisches Feld erzeugte und somit unser Transpondersystem lamlegte, welches wir für die Zeitnahme nutzen. Transponder sind wichtig, damit man neben den Zeiten auch die richtige Reihenfolge im Ziel bekommt. Somit mußten wir alles manuell machen, was beim Sprint, der als Wettkampf und auch in der zeitlichen Abfolge des Wettkampfgeschehens sehr schenll ist und es ständig enge Entscheidungen gibt, kein Spass ist. Es war Stress pur!!!
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