Erste Impressionen aus Peking
Nachdem die Lufthansa ihre Streiks beendet hatte, konnten wir dann doch ohne Probleme nach Peking fliegen. Die Ankunft und Abfertigung auf dem Flughafen Peking erfolgte überraschend zügig. Am Ankunftstag musste nicht mehr gearbeitet werden und es konnte sich etwas augeruht werden.
Der Jetlag schlug dann am ersten Tag nur leicht zu und die etwas verfrühte Aufstehzeit wurde gleich zum Joggen genutzt. Man trifft schon eigenartige Gestalten morgens beim Frühsport in China. Die einen hauen sich permanent mit den Händen auf den Kopf, andere gehen rückwärts, wieder andere machen ihr morgentliches Tai Chi, eine Mutter animiert ihr Baby durch Pfeiffen zum Pinkeln am Strassenrand und wieder andere schubbern sich an oder schlagen Bäume(n). In Deutschland würde man sich schon sehr wundern über solche morgentlichen Gepflogenheiten, aber läuft das alles in morgentlicher Ruhe und Selbstverständlichkeit ab. Und es stört im Prinzip auch den gemeinen Mitteleuropäer beim Frühsport nicht.
Nach einem ersten ruhigen Arbeitstag und ersten Eindrücken vom nun fertigen Olympiastadion, wurde das Stadion heute wegen einer letzten Sicherheitsinspektion noch mal gesperrt. Dies verschuf uns die Zeit ein wenig in die Sehenswürdigkeiten Pekings einzutauchen. Da einige Kollegen zum Strassenradvenue etwas ausserhalb von Peking fahren mussten, der an der Grossen Mauer liegt, nutzen wir die Gelegheit und fuhren mit. Wir mussten leider feststellen, dass der erste grosse Eingang zur Mauer innerhalb der Absperrzone des Ziels liegt und seit heute ohne entsprechende Akkreditierung nicht mehr zu betreten war. So fuhren wir etwa 20km weiter zu einem weiteren Zugang zur Mauer. Doch leider war auch dieser geschlossen, da dort die Vorbereitungen zum Vorbeitragen der Olypmischen Fackel im vollen Gange waren. Ausserdem war die Sicht so schlecht, dass man die Mauer nur schemenhaft erkennen konnte. So mussten wir leider nach Peking zurückkehren, ohne viel von der Mauer gesehen zu haben. Das Alternativprogramm bestand aus der Besichtigung des Lama Tempel in Peking und einem anschliessenden Essen in einem chinesichen Restaurant, dass eher von Einheimischen besucht wird.
Morgen nun werden die 29. Olympischen Spiele in Peking eröffnet. Es soll ein riesen Spektakel werden. Bilder und Erzählungen von Kollegen, die die Proben mitverfolgen konnten, und auch einige eigene Eindrücke von Fragmenten, die sich in den Katakomben des Stadions befinden, lassen nur erahnen, was da morgen der Welt geboten werden wird. Man sollte sich zumindest den Showteil anschauen.
Die Olympischen Spiele Peking 2008 haben begonnen
Seit gestern sind die 29. Olympischen Spiele nun eröffnet. Da wir gestern noch im Olympiastadion arbeiten mussten und auch noch das Glück hatten während der Eröffnungsfeier dort bleiben zu dürfen, haben wir uns es nicht entgehen lassen diese Gelegenheit zum Zuschauen zu nutzen. Der Showteil am Anfang war wirklich sehr beeindruckend. Man muss schon sagen, das die Chinesen es echt gut drauf haben, Menschenmassen zu koordinieren, in dem Fall war es mal mit positivem und unterhaltsamen Charakter. Negativ fiel eigentlich nur auf, dass die Fahnen nun unbedingt vom Militär gehisst werden mussten. Na ja, da kommt der gute alte Kommunismus halt immer noch durch.
Für viele Kollegen hat der Wettkampfbetrieb nun heute begonnen. Das Olympiastadion ist allerdings noch ein Große Baustelle, was den Innenraum angeht. Heute haben hunderte von Arbeitern teils mit schweren Maschinen angefangen die Bühnenaufbauten der Eröffnungsfeier wieder abzureissen, damit hier bald die Wettkämpfe in der Leichtathletik und die Fussballendspiele ausgetragen werden können. auch für die Kollegen, die im Leichtathletikstadion arbeiten, bleibt noch einiges vorzubereiten.
Nun beginnen die Spiele auch im Olympiastadion
Ab heute gehts nun auch im National Stadium bei der Leichtathletik los. Es wurde viel vorbereitet und getestet in den letzten Tagen. Auch das Stadion hat sich seit der Eröffnungsfeier wieder in ein richtiges Leichtathletikstadion verwandelt. Es beginnen nun also die stressigen Tage mit langen Arbeitszeiten und teilweise wenig Schlaf.
Olympischen Spiele 2008 sind beendet
Und nun sind sie auch schon wieder rum die Olympischen Spiele in Peking. Viele stressige, lange Arbeitstage liegen hinter uns. Es gab viele Weltrekorde, bei einigen davon bleibt der bittere Beigeschmack des Dopings. Insbesondere beim Schwimmen und auch die plötzliche Übermacht Jamaikas bei den Sprintstrecken in der Leichtathletik lassen Fragen offen. Einen sehr interessanten Artikel zum Thema Doping findet man noch hier.
Trotzdem konnten wir die 2 Tage nach den Spielen noch zu einigen Sightseeing Touren nutzen. Wir besichtigten den Platz des Himmlischen Friedens, die Verbotene Stadt, die Hutongs und die Grosse Mauer. Zu den letzten Tagen der Spiele und den Tagen danach noch ein paar Fotos.